Rosenkranz und Güldenstern befinden sich in einer Zwischenwelt. Zwischen der Realität einer Theateraufführung und dem Theater an sich – in dieser Welt gibt es keine Logik. Tom Stoppard zwingt die zwei Charaktere aus William Shakespeares Hamlet auf eine Bühne der Selbstfindung und erzählt so sein berühmtestes Werk komplett neu. Hier vereinen sich Hamlet und Shakespeares Figuren in einer Person und konfrontieren Rosenkranz und Güldenstern mit existenziellen Fragen. Übrig bleibt nur noch die Frage: S(ch)ein oder Nichts(ch)ein?

Die Rollen:

Rosenkranz ist praktischer orientiert als Güldenstern, er verliert sich nicht so häufig in theoretischen Überlegungen. Die Situation, in der er und Güldenstern stecken, verursacht bei ihm jedoch zeitweise für noch mehr Verwirrtheit als bei Güldenstern.
Er lässt sich leicht verunsichern und wird schnell panisch.

Güldenstern ist der eher kopflastige der beiden Freunde, er versucht die Situation zu analysieren und verliert sich häufig in seinen Gedanken. Er bemüht sich etwas Logik in ihrem Dasein zu entdecken. Güldenstern lässt sich weniger leicht aus der Fassung bringen als Rosenkranz, was vielleicht daran liegt, dass sein Erinnerungsvermögen ihn weniger häufig im Stich lässt als das von Rosenkranz.

Mr. X übernimmt Textstellen aller anderen Charaktere, die in Stoppard’s Stück auftreten, weshalb er nicht wirklich als klare Persönlichkeit definiert ist. Seine einzige wirklich markante Eigenschaft ist eine gewisse Überheblichkeit, da er den Verlauf von Hamlet, im Gegensatz zu Rosenkranz und Güldenstern, kennt und um den Ausgang des Geschehens weiß.