10805792_895941847096137_8202955260906964646_nWiSe 2014/15
Drama von Tracy Letts

Inszenierung – Michael Croce
Regieassistenz und technische Leitung –  Immanuel Beyreuther
Dramaturgie – Frederike Krüger
Kostüm –  Katja Schneider
Maske – Anika Stauch und Theresa Sonnleitner
Bühnenbild und Requisite – Marie Freihofer und Matthias Kirsch
Licht – Felix Zachmann
Audiovisuelle Effekte – Theresia Dichtl

Premiere am 16. Dezember 2014, Theaterraum der Universität Bayreuth

 

»Ich hab gehört, dass ihr Momma umbringen lassen wollt… Ich find‘, das ist ‘ne gute Idee.«

Ansel Smith lebt mit seiner Tochter Dottie und ihrer Stiefmutter Sharla in einer Wohnwagensiedlung in Dallas, Texas. Sein Sohn Chris strebt eine mehr oder weniger versprechende Karriere als Dealer an, ehe ihm ein paar Gläubiger einen Strich durch die Rechnung machen und nach seinem Leben trachten. In größter Not sieht er nur einen Ausweg: die Lebensversicherung seiner Mutter. Einziger Haken bei der Sache? Diese sollte vorher das Zeitliche segnen. Doch die Lösung dieses Problems folgt sogleich in Person des Polizisten Joe Cooper alias »Killer Joe«. Der Name ist Programm und ein Profi am Werk. Die Regeln des Vertrags zwischen Familie Smith und Killer Joe sind mit 25.000 Dollar klar und wie sich bald herausstellen wird, unumgänglich. Eine Summe, die weder Chris noch sein Vater zahlen können. Einziger Auswegs aus dieser Misere: Dottie. Mit ihr findet Killer Joe seine Sicherheit, ein romantisches Rendezvous zwischen Thunfischauflauf und Kerzenschein… Und noch so viel mehr.
Ein brutales und gleichzeitig humoresk-groteskes Familienporträt zeichnet sich ab, ein Querschnitt durch eine Realität fernab des American Dream und ein Dokument über das Scheitern persönlicher Lebensentwürfe. Wie kann man sich in einer Welt behaupten, in der Alkohol und Gewalt die einzigen Konstanten sind? Getreu dem Motto »Wenn jeder an sich selbst denkt, ist an alle gedacht«, muss sich nun jeder seinem eigenem Schicksal stellen und die Konsequenzen tragen. Dabei kann nicht nur der Biss in einen Hähnchenschenkel ungeahnte Dimensionen annehmen…
Eines bleibt jedoch gewiss: Schließt man einen Vertrag mit Killer Joe, hätte man seine Seele besser an den Teufel verkauft. 

 

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